Paula Rohde

Spielfreude und Facettenreichtum sind es, die die junge leicht-lyrische Sopranistin Paula Rohde auszeichnen. Schon während des Bachelorstudiums an der Hochschule für Musik und Theater Rostock stellte sie in der Operette Die lustigen Nibelungen von Oscar Straus als Giselher ihr komisches Talent unter Beweis. Im Masterstudium an der Hochschule für Musik Detmold erweiterte sie dann ihr Repertoire in verschiedenen Produktionen: Als Venus aus Offenbachs Orpheus in der Unterwelt umgarnte sie nicht nur Jupiter, Pluto und Merkur, sondern auch das Publikum. In ihrer ersten Hauptrolle, der Helene aus Franz von Suppés Pensionat, begeisterte sie Zuschauer*innen und Kritik und in einem politischen Pasticcio mit Arien und Ensembles des 20. Jahrhunderts wurde sie gar zur Bundeskanzlerin inszeniert.



Neben den Hochschulproduktionen zeigte sie außerdem in diversen freien Produktionen nicht nur die Bandbreite ihrer Stimme und ihr spielerisches Ausdrucksvermögen, sondern verfolgte auch ihre Leidenschaft für das Musiktheater des 20. Jahrhunderts.

Den Grundstein dafür legte sie bereits im Bachelorstudium mit einem, im Rahmen des Hochschulwettbewerbs hmt-Interdisziplinär verfassten und uraufgeführten Musiktheaterstück: Mit Zurückbleiben, bitte! gewannen sie und ihr Produktionsteam den Sonderpreis „Innovative Idee". Als Solistin der Kammeroper Detmold zeichnete die vielseitige Sängerin als Dinah in Bernsteins Trouble in Tahiti ein einfühlsames Porträt einer manisch depressiven Ehefrau am Rande des Wahnsinns. In Grigori Frids Monooper Das Tagebuch der Anne Frank bewies sie, dass sie mit ihrer Präsenz allein bühnen- und abendfüllend ist. Mit dieser Produktion gastierte sie seit der Premiere im Oktober 2018 an zahlreichen Spielstätten in ganz Deutschland, unter anderem im Gallustheater in Frankfurt am Main und im Kestnermuseum in Hannover. Ihren Masterabschluss im Fach Oper absolvierte sie im Juni 2019 als Sophie Scholl in Udo Zimmermanns Die weiße Rose (Fassung für Sopran, Bariton und Kammerorchester) mit Bestnote. 



In Meisterkursen arbeitete Paula Rohde unter anderem mit Margreeth Honig, Helen Donath und John Norris zusammen.